Über KarlsonHus   Unsere Häuser   EKOMER   Fotogalerie   Vertrieb   Home stories  
 

Einen Garten planen

Einen Hausbau zu planen kann einem die Kräfte, Zeit und Geld rauben. Wenn das Haus dann steht und die Katastophe Fakt ist, d.h. der gesamte Rasen ist weg (wenn überhaupt einer da war), alle Sträucher sind abgebrochen, die Bäume zeigen in die Richtung, wo der Bagger zuletzt langfuhr, DANN soll man die Gartenplanung in Angriff nehmen...
 
Es ist nicht verwunderlich, dass viele neue Häuser nur von Rasen umgeben sind. Es gibt Situationen, wo dies als einzige Möglichkeit erscheint, als letzter Ausweg. Aber statt es nun eilig zu haben, sollte man etwas Geduld zeigen und ertragen, dass man in der ersten Zeit überall Sand und Erde im Haus hat. Man muss sich selbst Zeit nehmen, darüber nachzudenken, wo die verschiedenen Dinge im Garten hingehören, wie die grünen "Räume" angeordnet sein sollen. 
 
Als wir uns für die Lage unseres Hauses auf dem Grundstück entschieden, suchten wir uns auch gleich unsere Sitzecken im Freien aus, diese waren also ziemlich klar. Trotzdem gab es noch viele Überlegungen hin und her. Wie breit soll die Veranda sein, wie hoch über der Erde, soll eine Treppe vom Haus hinaus führen oder soll der Übergang fließend sein? Die Fragen häuften sich, und es war gut, dass wir alles schon vorher recht gründlich bedacht hatten. Wir entschieden uns relativ zeitig für ein Schwimmbecken im Garten. Das Holzdeck vor der Küche und dem Wohnzimmer sollte mit dem Deck um das Schwimmbecken herum verbunden sein. Wir wollten nicht über den Rasen gehen müssen, um ein Bad zu nehmen.  In unserem Fall ließ sich das einfach machen, und wir sind mit der Platzierung zufrieden.
 
Wir haben uns für zwei Autostellplätze entschieden, zum einen, weil das Grundstück es erlaubt, und zum anderen, weil viele unserer Gäste mit dem Auto kommen. Außerdem haben wir einen Anhänger, der Platz braucht. Die Lage der Autostellplätze war schon in der Planungsphase klar, und es hat sich gezeigt, dass wir richtig gelegen haben. Die Stellplätze haben wir mit Betonsteinen pflastern lassen, die aussehen, als ob sie von einem alten Schlosshof oder so kommen. Die Steine wurden einbetoniert, es wächst kein Unkraut dazwischen.
 
Der nächste Beschluss war, wie sich die Gänge rund um das Haus schlängeln sollten. Denn dass wir gewundene Gänge haben wollten, dessen waren wir uns recht sicher. Steife, gerade Gänge sind nichts für uns. Wir haben die Gänge aus alten Straßensteinen anlegen lassen. Sie machen einen etwas altmodischen Eindruck und sehen geschmeidig und lebendig aus.
 
Gebrauchte Straßensteine  kann man im Internet kaufen (www.blocket.se), wenn man bereit ist, die Steine selbst abzuholen. Wir sind im Sommer viele Runden gefahren, um Straßensteine zu holen. Bei der Verlegung hatten wir Hilfe, das lässt sich nicht so leicht selber machen, wenn man schöne Rundungen und eine glatte Oberfläche haben will.
 
Und dann kamen wir zu den Fragen, auf die man sich freut. Wo sollen die Beete liegen, der Kräutergarten, die Rosenrabatte, die Laube, die japanische Ecke... Für uns war es nie eine Alternative, überall Rasen anzulegen.
 
 
Trotzdem blieb noch viel Platz für Rasen, der ausgerollt wurde. Wir haben uns aus zwei Gründen für Rollrasen entschieden. Zum einen waren wir Staub und Erde sooo leid, die auf dem Grundstück herumflogen, und mit einem Rollrasen ist man das Problem sofort los. Zum anderen wollten wir vermeiden, dass in den ersten Jahren ein Haufen Unkraut im Rasen wächst.
 

Irgendwo in diesem Prozess mussten wir auch entscheiden, wie das Grundstück eingerahmt werden sollte. Hier finde ich es superwichtig, dass man sich die Umgebung ansieht. Mauern und hohe Zäune passen nicht überall. Ein schöner Staketenzaun sieht in einem modernen Wohngebiet vielleicht völlig fehlplatziert aus. Eine Ligusterhecke ist eventuell total schick in einem Gebiet mit geraden Linien und gepflegten Straßen, macht sich aber weniger gut in einem anderen Zusammenhang. Das einzige, was ich persönlich nie passend finde, sind Thuja-Hecken und ähnliches. Ich habe noch nirgendwo eine Thuja-Hecke gesehen, die sich gut eingefügt hätte. Bisher. Vielleicht kommt das ja noch, wer weiß?

Unser Grundstück haben wir mit zwei gänzlich verschiedenen Zauntypen eingerahmt. Zum Nachbarn und zum Fahrradweg wählten wir sog. ”Danska pinnar” (dänische Stäbe). Das sind dünne Fichtenstangen, die man dicht aneinander setzt. Da wir in einem Gebiet mit vielen Kiefern wohnen, passen die Fichtenstangen sehr gut in die Umgebung.

 
 

Zu den beiden Straßen hin werden wir einen guten alten Staketenzaun haben. Leider kann ich davon noch keine Bilder zeigen, weil der Zaun nicht fertig ist (wir haben noch nicht einmal angefangen). Ungefähr so soll es am Ende aussehen.

 
Ich habe einen Traum von einem etwas wilden, üppigen Garten mit vielen verborgenen Plätzen. Ich will Blumen haben, die einander ablösen, und dichtbelaubte Sträucher, die Sichtschutz geben. Ich weiß, dass der Weg dorthin lang ist, aber wenn man schon am Anfang ordentlich nachdenkt und einen guten Grund legt, ist bereits viel gewonnen. Mit einem vorzeigbaren Ergebnis kann man wohl erst in ungefähr fünf Jahren rechnen.

Der Weg zum Traumgarten ist gewunden. Er macht viel Arbeit und noch viel mehr Spaß.

Humlebacken LIVING
 
 
 
Einzug Willkommen daheim
Die Küche Der Garten
Die Speisekammer Das Arbeitszimmer
Die Montage